Ein Spiel zum Vergessen
- joewb99
- vor 4 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Es gibt Spiele, da läuft es nicht. Die Mannschaft nimmt sich vor dem Spiel viel vor, kann dann aber ihr Können und den Einsatz an einem Spieltag nicht abrufen. Und wenn schließlich noch Umstände wie falsche Schiedsrichterentscheidungen hinzu kommen ist nichts mehr zu retten. Einen solchen Tag erwischte die B2-Mannschaft heute im Heimspiel gegen das Team der ESG Halle.

Zu Beginn war das Spiel beider Mannschaften noch ausgeglichen. Auch wenn die ESG einige Male aus abseitsverdächtiger Position gefährlich vor dem Tor der Reideburger auftauchten. Auf der Gegenseite versuchten die Reideburger ihr Passspiel aufzubauen und sich bis zum gegnerischen Strafraum durchzuarbeiten. Dies misslang jedoch sehr häufig durch ungenaue Zuspiele, durch viele zaghafte Ballabgaben auf engstem Raum ohne Blick für den freistehenden, besser postierten Mitspieler oder aber durch den Willen, sich im dichtbesetzten Zentrum durchzuarbeiten.

Auf der Gegenseite nutzten die Spieler der ESG die sich ihnen bietenden Räume. In der 25. Minute rutschte der Ball nach einer harmlosen Hereingabe unter den Händen des Torwarts hindurch - eine Situation, die an normalen Tagen niemals passiert wäre. Der freistehende Stürmer der ESG brauchte den Ball nur noch in das leere Tor schieben. Nur fünf Minuten später erhielt ein Angreifer der ESG den Ball zugespielt. Dass er beim Zuspiel deutlich im Abseits stand, war für alle Spieler, Zuschauer und Trainer klar zu ersehen - nur der Pfiff des Schiedsrichters blieb überraschenderweise aus. So ging das Spiel weiter und der Ball landete im Tor der Reideburger. Die Proteste blieben erfolglos und das Tor wurde gegeben. Damit stand es 0:2.

Die Reideburger versuchten ihrerseits, ein Tor zu erzielen. Doch die Versuche von Emil, Henry und Benni schlugen fehl. Gleichzeitig kam es immer wieder zu Gegenangriffen durch lange und hohe Bälle auf die beiden schnellen Stürmer der ESG, welche mehrfach im Abseits standen - lediglich der Pfiff des Schiedsrichters blieb stets aus. So ging es mit einem Rückstand in die Halbzeitpause.

Die Reideburger waren mit der eigenen Leistung unzufrieden und haderten aber auch mit den Schiedsrichterentscheidungen. Das Stellen einer Abseitsfalle sollte mit diesem Schiedsrichter heute offensichtlich kein wirksames Mittel sein, um den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten.

Die zweite Halbzeit startete mit einer Aufbruchstimmung bei den Reideburgern. Sie wollten es in der zweiten Hälfte besser machen. In der 43. Minute klatschte ein Freistoß von Oskar an den Außenpfosten. In anderen Spielen wäre der Ball ins Tor geflogen, aber heute sollte es einfach nicht klappen. Die Reideburger versuchten es weiterhin, doch die Ungenauigkeiten im Spielaufbau blieben bestehen. So blieben hochkarätige Torchancen der Reideburger Mangelware.

Dagegen zog die ESG ihren einfachen Spielstil mit weitestgehend langen Bällen in den Lauf einer der beiden durchstartenden Stürmer durch und wurde auch in der zweiten Hälfte durch den Schiedsrichter unterstützt. Es kam zu mehreren gefährlichen Torchancen für die ESG, welchen stark abseitsverdächtige Positionen vorausgingen. In der 68. Minute war es dann soweit, dass eine Flanke eines Spielers der ESG, welcher vor der Ballannahme klar im Abseits stand, durch den Stürmer zum 0:3 verwandelt wurde.

Damit war der Widerstand der Reideburger gebrochen und das Spiel entschieden. Am Ende gewannen heute die Spieler der ESG glücklich mit tatkräftiger Unterstützung des Schiedsrichters, wenn aber auch nicht gänzlich unverdient. Die Reideburger konnten ihre Leistung nicht auf den Platz bringen und ließen sich von den Schiedsrichterleistungen beeindrucken.

Es gilt nun, dieses Spiel abzuhaken. Dies kann jederzeit einmal passieren. Die Spieler sollten sich davon nicht unterkriegen lassen. Auch die besten Profimannschaften haben einmal einen nicht so guten Tag. Am Mittwoch, d. h. bereits in drei Tagen, haben sie die Chance, diesen Ausrutscher beim Auswärtsspiel wieder auszubessern. Entscheidend ist, es im nächsten Spiel besser zu machen. Das Können, die Moral und der Teamspirit sind hierzu vorhanden. Wir glauben an Euch, Jungs.





Kommentare