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Herren hadern mit mangelnder Effizenz

Am vergangenen Samstag stand das dritte Heimspiel in Folge an und man wollte natürlich wieder punkten. Zu Gast war die Reserve vom Roten Stern.

Vor dem Spiel musste der Coach, wie immer in dieser Saison, auf eine Vielzahl von Spielern verzichten. Neben den Langzeitverletzten Inge, Micha Senior, und dem langen Maik gesellten sich MR10 der weiterhin mit einer Rippenprellung zu kämpfen hat, Peter der mit einer Zerrung im Oberschenkel noch nicht wieder trainieren konnte und Mattek, der sich nach einer Bänderdehnung ebenfalls auskurieren musste. Der vermutlich beste Sechser der Liga fiel ebenso aus, da sein Coronatest noch positiv war. Da auch , Johannes und Jannes nicht verfügbar waren, stand man bis Donnerstag mit sage und schreibe 9 Mann da. Dem Gegenüber standen 11 nicht einsatzfähige bzw. nicht verfügbare Spieler.

Gott sei Dank konnte man den Kader mit A-Jugendspieler Jonas und Ramon auffüllen. Zudem gesellte sich Tilmann wieder mit dazu, so dass man wenigstens 12 Mann zur Verfügung hatte. Da Samstagvormittag Bauherr Oli Runge ebenfalls anrief und seine Bereitschaft signalisierte, konnte man letztlich mit 14 Mann zum Spiel antreten, denn auch Patrick sagte Freitagabend noch kurzfristig zu.

Den äußeren Rahmenbedingungen zum Trotz wollte man natürlich trotzdem die Punkte zu Hause behalten und hatte einen klaren Plan, um dies umzusetzen. Dabei baute der Coach, auch aufgrund der personellen Lage etwas um, um ließ in der Abwehr Oli Senior, Tony und Scheibchen starten. Auf den Sechsern starteten Otto und Jonas, davor agierte Patrick. Auf den Flügeln sollten Tim und Mütze für Tempo sorgen, um den beiden Stürmern Leon und Oli die Dinger aufzulegen.

So ging es, bei widrigen Bedingungen mit Wind und teilweise Nieselregen, auch los. Gerne würden wir euch an dieser Stelle Chancen beschreiben und in aller Ausführlichkeit darauf eingehen. Allerdings gab es in der ersten Halbzeit keine nennenswerten Chancen. Reideburg spielt erst gegen den Wind und wollte die Null halten. Der Stern kam zwar mit Rückenwind, aber nur aus Windrichtung gesehen, denn das was angeboten wurde war, wie auf der anderen Seite, mehr schlecht als recht.

Das einzige was passte, waren die ständigen Diskussionen seitens des Gegners in Richtung, des alles in allem, gut agierenden Schiedsrichters. So wurde beispielsweise gleich nach 120 Sekunden eine rote Karte gefordert, nachdem an der Mittellinie ein Zweikampf zwischen Jonas und dem Stern-Spieler mit einem Freistoß für den Gast endete. Dazu muss man sagen, dass mehr Ball als alles andere gespielt wurde, aber die Schauspieleinlage nicht von schlechten Eltern war. Naja egal, zurück zum Spiel.

In der ersten Halbzeit passierte dann tatsächlich gar nichts. Beide Mannschaften neutralisierten sich und so ging es dann auch mit einem gerechten 0:0 in die Halbzeit.

Mit Rückenwind wollte man dann in der zweiten Halbzeit mehr Tempo gehen und natürlich auch die Abschlüsse suchen. Und das klappte auch ganz gut. Von Anpfiff weg, waren es nur noch unsere Männer die auf ein Tor rannten und sich Chance um Chance erspielten.

Dabei scheiterte man aber immer wieder an einem langen Bein des Gegners oder am gut agierenden Torhüter der Gäste. Nach 55 Minuten hätte es dann eigentlich klingeln müssen. Nach einem super Pass von Otto auf Leon, war dieser auf und davon und lief mutterseelenallein auf den Kister zu. Er brauchte sich nur eine Ecke aussuchen, überlegte aber zu lange und scheiterte am Fuß des Kisters.

Und vom Stern? Kam nichts. Also wirklich gar nichts. Der Gegner kam teilweise nicht einmal über die Mittellinie und verlor so gut wie jeden Zweikampf. Das einzige was klappte, war das ständige Meckern in Richtung des Schiedsrichters. Nach gut einer Stunde hatte der Schiri, dann anscheinend auch die Nase voll und griff durch. Nach einem Zweikampf zwischen Tim und dem Gästeverteidiger, pfiff der Schiri einen Freistoß für die Gäste (zurecht). Allerdings brannten mit dem Pfiff die Sicherungen des Sternspielers durch und er trat gegen Tim nach, was zu einem kurzen Wortgefecht aller Spieler auf dem Rasen führte. Einer der Sternspieler sagte letztlich was zum Schiri und dieser stellte ihn mit Gelb-Rot vom Platz! Ab da waren die Gäste nur noch zu zehnt.

Natürlich sollte uns das in die Karten spielen und wir machten auch weiter, wo wir durch den Pfiff unterbrochen wurden. Das Übergewicht verlagerte sich immer weiter in Richtung Reideburg und eigentlich war es nur eine Frage der Zeit bis es endlich zum 1:0 klingelte. Alleine Oli hatte dreimal die Chance die Führung herzustellen. Doch dieser scheiterte immer wieder, am nun überragend, agierenden Torhüter. Man muss an dieser Stelle festhalten, dass der Torhüter mit Abstand der Beste auf dem Platz bei den Gästen war.

Trotz aller Bemühungen wollte die Pille einfach nicht ins Tor. Es war wie verhext, entweder war ein Bein dazwischen oder der Kister hielt das Ding.

So verging Minute um Minute und man drückte mit aller Macht auf die Führung. Und naja...am Ende kam es wie es kommen musste. Ein Befreiungsschlag der Gäste landete beim Stürmer vom Stern. Dieser konnte nicht gestoppt werden und schoss den Ball, mit Außenrist, irgendwie an Lucas vorbei ins Tor zum 0:1.

Das Wort "Bitter" beschreibt gar nicht die Gefühlslage, die man hier erlebte. Denn kurz darauf war Feierabend.

Nach 94 Minuten stand man mit leeren Händen da und keiner in grün wusste so richtig wieso. Doch die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Denn im Fußball ist es leider so: "machst du die Dinger vorne nicht, dann bekommst sie hinten rein." Und genau so war es auch. Man muss sich vorwerfen, dass man einfach zu viele Chancen braucht um ein Tor zu erzielen und das zieht sich, leider, diese Saison wie ein roter Faden durch die Spielserie.

Tja und der Stern? Irgendwie kein Wunder, dass der Gegner erst acht Gegentore hat. Denn man schaffte es fast immer, mit einem Bein oder einem anderen Körperteil Chancen zu verhindern und wenn man doch mal durchkam, war da noch der Torhüter, der etwas gegen die Führung hatte. Daher Glückwunsch an dieser Stelle für den Auswärtssieg.

Allerdings und das sollte man hier auch nochmal sagen, war das Verhalten einiger Sternspieler und Fans extrem fragwürdig. Man kann sich über einen solchen Sieg freuen, keine Frage. Aber wenn man niveaulos und respektlos wird und den Gegner beleidigt, dann hat das nichts mit Sport zu tun. Auch hat es nichts auf dem Platz zu suchen, wenn man dem Schiri vorwirft, er wäre von Reideburg gekauft gewesen...alleine eine solche Anschuldigung entbehrt jeglicher Wahrheit. Denn wenn es wirklich so gewesen wäre, hätte der Schiri die kniffligen Szenen im Strafraum, wo Hände im Spiel waren, für uns gepfiffen und nicht durchgewunken. Und bei aller Rivalität, die Reideburg und der Stern seit Jahren haben, sollte man nach 90 Minuten die Eier in der Hose haben und sich gegenseitig die Hand geben. Denn so war es in den vergangenen Jahren immer gewesen. Und das schon zu Zeiten, als man um den Aufstieg aus der Stadtklasse um die Meisterschaft kämpfte. Gut, dass der Großteil des Gegners selbst mit dem Verhalten einiger Mitspieler nicht einverstanden war. Es wird immer gefordert, dass man sich respektvoll gegenübersteht. Daher kann man nicht Wasser predigen und Wein trinken

Aber gut, da wir nicht nachtragend sind, sagen wir Schwamm drüber. Fakt ist, dass man letztlich selbst Schuld ist und den Gast hätten verstummen lassen können, wenn man die Chancen genutzt hätte.

So bleibt zu hoffen, dass in den nächsten Wochen die Verletztenliste weniger wird und man endlich mal wieder aus einem Kader schöpfen kann, der sich nicht von selbst aufstellt. Trotzdem muss man den Hut ziehen vor den Jungs, die sich immer reingeworfen haben und alles versucht haben, um die Punkte in Reideburg zu behalten. Manchmal soll es eben nicht sein, und am Ende auch ein Spiegelbild der bisherigen Saison.

Aber egal, es heißt Mund abputzen und weitermachen. Nächsten Samstag ist man dann zu Gast auf der Alm bei der Reserve von TSG Wörmlitz Anstoß ist 12 Uhr.

Wir hoffen auf eueren Support und bedanken uns bei den Support am Wochenende.

Bleibt gesund und bis bald.



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